Matthias Foremny

Matthias Foremny
Foto © Silke Winkler

Matthias Foremny ist ein Dirigent mit bemerkenswertem Gespür für faszinierende Programmgestaltung und Repertoireerweiterungen. Unlängst hat er zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester und der Theaterakademie August Everding mit der Wiederentdeckung der Oper L’Ancêtre (›Die Vorfahrin‹) von Camille Saint-Saëns ein in Vergessenheit geratenes Juwel aus der Versenkung geholt und bei Publikum und Kritik gleichermaßen für Begeisterung gesorgt.

Nach seinem Engagement als erster Kapellmeister am Landestheater Detmold wurde er im Jahr 2000 als erster Kapellmeister von der Komischen Oper Berlin verpflichtet. Hier dirigierte Matthias Foremny neben dem umfangreichen Repertoire auch die Premieren von Brittens ›Turn of the Screw‹ (Bayerischer Theaterpreis) und Ligetis ›Le grand macabre‹. Im Jahr 2002 wurde er vom Deutschen Musikrat als ›Preisträger des Dirigentenforums‹ ausgezeichnet. Von 2003 bis 2012 war Matthias Foremny GMD und Operndirektor am Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin.

Seit der Saison 2011/12 ist Matthias Foremny Erster ständiger Gastdirigent an der Oper Leipzig; seit 2014 lehrt er auch als Professor für Dirigieren und Orchesterleitung an der dortigen Hochschule für Musik und Theater ›Felix Mendelssohn Bartholdy‹. Von 2013 bis 2018 war er zudem Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters, dem er sich weiterhin eng und freundschaftlich verbunden fühlt.

Auch im Opernbereich arbeitet Matthias Foremny eng mit großen internationalen Häusern zusammen, wie der Deutschen Oper Berlin und der Hamburgischen Staatsoper. Zu den Höhepunkten der letzten Spielzeiten zählen unter anderem sein Debüt an der Oper Köln mit ›La Bohéme‹ sowie die Neuproduktion von ›Carmen‹ am Leipziger Opernhaus.

Konzertdirigate führten Matthias Foremny regelmäßig zu renommierten Orchestern, darunter die Staatskapelle Dresden, das Deutsche Sinfonieorchester Berlin, die Orchester des NDR Hamburg und Hannover, das Rundfunk-Sinfonieorchester sowie die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern.

Matthias Foremny liegt viel an einem direkten und persönlichen Kontakt zum Publikum, was in besonderer Weise in moderierten Konzertformen zum Ausdruck kommt. Besonders wichtig ist ihm die Ansprache von jungem Publikum und Nachwuchsmusiker_innen, sei es in Form innovativer Theaterjugendprojekte, als Dozent oder als Juror internationaler Wettbewerbe.

In der Spielzeit 2019/20 wird Matthias Foremny unter anderem einer Wiedereinladungen zum Athens State Orchestra folgen und Konzerte beim Sinfonieorchester Wuppertal und in seiner Heimatstadt Münster übernehmen. Am Opernhaus Leipzig wird er neben Vorstellungen von ›Tosca‹, ›Hänsel und Gretel‹ und ›Carmen‹ auch den Ballettabend ›Soto / Scholz / Schröder‹ sowie die Premiere von Viktor Ullmann’s ›Der Sturz des Antichrist‹ dirigieren.

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