Michaela Selinger

Michaela Selinger
© Jonas Holthaus

Michaela Selinger wurde in Oberösterreich geboren und studierte in Linz und Wien, wo sie Liedklassen bei KS Walter Berry und KS Robert Holl besuchte. Eine weitere Station ihrer Ausbildung war Basel mit Meisterklassen von René Jacobs. Bereits in ihre Basler Studienzeit fällt ihr Bühnendebüt am Grand Théâtre de Genève, das nach einem Gewinn beim Wiener Belvedere-Gesangswettbewerb 2003 gefolgt wurde von Engagements am Stadttheater Klagenfurt für Dorabella (›Così fan tutte‹) und Polina (›Pique Dame‹), sowie am Landestheater Innsbruck.

Von 2005 bis 2010 war sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Dort fügt sie ihrem Repertoire zahlreiche Partien ihres Fachs hinzu, von kleineren Rollen wie Flora (›La traviata‹) oder Fjodor (›Boris Godunov‹) bis zu tragenden Partien wie Idamante (›Idomeneo‹), Cherubino (›Le nozze di Figaro‹, auch am New National Theatre in Tokyo), Zerlina (›Don Giovanni‹), Orlofsky (›Die Fledermaus‹, auch in Zürich). Rosina (›Il barbiere di Siviglia‹), Magdalena (›Die Meistersinger von Nürnberg‹, auch beim Glyndebourne Festival), Komponist (›Ariadne auf Naxos‹) und Octavian (›Der Rosenkavalier‹), ihre Paraderolle, mit der sie international in Europa und Japan gastierte und mit der man sie heute zuerst identifiziert.

Zudem arbeitet sie in Wien mit prägenden Dirigenten wie Kirill Petrenko, Christian Thielemann, Franz Welser-Möst oder Daniele Gatti zusammen.

Mit ihrer Tätigkeit in Essen erweitert sie ihr Rollenspektrum um Fachpartien wie Muse / Niklausse (Offenbachs ›Les Contes d’Hoffmann‹), Dejanira (Händels ›Hercules‹), Brangäne (›Tristan und Isolde‹), Mélisande (›Pelléas et Mélisande‹) und Charlotte (›Werther‹ von Jules Massenet).

Der Bayerische Rundfunk verpflichtete sie 2013 für eine Gesamtaufnahme von Hindemiths ›Cardillac‹ in der Partie der Dame. In Lyon debütierte sie als Clairon (Richard Strauss ›Capriccio‹), es folgten weitere Einladungen dorthin (›Lady Macbeth of Mzensk‹, ›Benjamin‹). Sie war Cherubino an der Oper Rom, sowie wieder Octavian am Moskauer Bolshoi und Komponist (›Ariadne auf Naxos‹) bei einem Gastspiel der Oper Leipzig in Peking. Sie war Orlofsky unter Kirill Petrenko an der Staatsoper München und Brangäne unter Stefan Soltesz am Wielki in Warschau. 2018 debütierte sie als Gräfin Geschwitz/ (›Lulu‹) in Santiago de Chile, sowie als Varvara (›Katia Kabanowa‹) am Liceu Barcelona.
Im Sommer 2016 gab sie ihr Operndebüt bei den Salzburger Festspielen (›Die Liebe der Danae‹ unter Franz Welser-Möst).

Neben ihrer Operntätigkeit verfolgt Michaela Selinger eine internationale Karriere als Liedinterpretin und Konzertsängerin. So war sie Solistin bei den Wiener Philharmonikern, bei den Salzburger Festspielen, bei den Wiener Symphonikern, sowie bei Santa Cecilia Rom und beim Chicago Symphony Orchestra (unter Riccardo Muti).

Im Liedbereich widmet sie sich besonders intensiv der nachromantischen Periode, etwa den Liedern von Gustav Mahler und Hugo Wolf, dessen Italienisches und Spanisches Liederbuch sie zusammen mit dem Bariton Wolfgang Holzmair aufgenommen hat, oder den neoromantischen Kompositionen von Albin Fries.

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