Geschichte

1962 zum 100-jährigen Jubiläum des Orchesters. Dirigent: Martin Stephani, GMD

1862 als Elberfelder Kapelle gegründet, feierte das Sinfonieorchester Wuppertal im Jahr 2012 sein 150-jähriges Bestehen. Solisten und Dirigenten wie Clara Schumann, Joseph Joachim, Johannes Brahms und Max Bruch gaben dem jungen Orchester schon in frühen Jahren die Ehre. Viele Dirigenten begannen in Wuppertal ihre musikalische Laufbahn – darunter weltbekannte Namen wie Hans Knappertsbusch, Erich Kleiber, Otto Klemperer, Hermann von Schmeidel und Hans Weisbach, der besonders als Bruckner-Spezialist internationales Ansehen gewann. 

Von 2004 bis 2016 stand das inzwischen längst als A-Orchester klassifizierte Sinfonieorchester Wuppertal unter der Leitung von Generalmusikdirektor Prof. Toshiyuki Kamioka, der ab Saison 2014/2015 auch noch zusätzlich zum Opernintendanten der Wuppertaler Bühnen ernannt wurde.

Im August 2016 wurde die Britin Julia Jones zur Generalmusikdirektorin ernannt und übernahm die Leitung des Sinfonieorchesters.

Neben der Arbeit als Opernorchester spielt das Sinfonieorchester pro Saison über 50 Konzerte in seiner Heimatspielstätte, der Historischen Stadthalle Wuppertal am Johannisberg. Dieses Glanzstück des Jugendstils – um 1900 unter Leitung von Richard Strauss vom Sinfonieorchester Wuppertal eingeweiht  – gehört zu den besten Konzertsälen Europas und verfügt über eine außergewöhnliche Akustik. Das Orchester beweist hier seit Langem in den verschiedensten Konzertformaten und -programmen seine außerordentliche Vielseitigkeit, mit der es das kulturelle Angebot der Stadt und der Region prägt und bereichert. Seit Januar 2013 sind die Musiker Teil der Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester GmbH.

Das Wuppertaler Ensemble ist regelmäßig im In- und Ausland zu Gast. Neben jährlichen Gastspielen in Mailand feierte das Orchester sowohl 2007 als auch 2010 riesige Erfolge vor ausverkauften Sälen in den großen Städten Japans. Im August 2011 gaben die Wuppertaler unter der Leitung von Toshiyuki Kamioka ihr Debüt im ausverkauften Amsterdamer ›Concertgebouw‹. Für die Interpretation von Brahms' 1. Klavierkonzert konnten sie den amerikanischen Ausnahmepianisten Tzimon Barto gewinnen.

Die Diskographie des Sinfonieorchesters Wuppertal ist umfangreich. Neben einer mit dem Echo-Klassik ausgezeichneten Rubinstein-CD (›Don Quixote‹, Ballettmusik aus ›Der Dämon‹ sowie das Violoncello-Konzert mit Alban Gerhardt) sind in den letzten Jahren zahlreiche CDs unter der Leitung von Toshiyuki Kamioka erschienen, darunter Bruckners 7. Sinfonie, Tschaikowskys ›Pathétique‹ sowie Mahlers 5. und Beethovens 9. Sinfonie. 

Musikalische Vielfalt beweist das Sinfonieorchester Wuppertal mit den Filmmusikaufnahmen aus der Werkstatt von Hans Zimmer. 2007 wurde die Musik für den Hollywood-Animationsfilm ›Der kleine Dodo‹ eingespielt. Folgeprojekte waren 2008 der Dokumentarfilm ›Tortuga‹ und der Animationsfilm ›Mullewapp – Das große Abenteuer der Freunde‹. 2011 spielte das Sinfonieorchester Wuppertal die Filmmusik des Komponisten Andreas Schäfer zur Literaturverfilmung ›Tom Sawyer‹ nach dem Roman von Mark Twain ein.

Seit einigen Jahren gehört auch jeweils ein Konzert unter dem Titel ›Hollywood am Johannisberg‹, in welchem unter Leitung des Filmmusik-Spezialisten Nic Raine ein unterhaltsamer Streifzug durch die aktuellen Hits sowie die Klassiker der Filmmusik unternommen wird, zum Programm jeder Saison.

Seit nun bereits fast 15 Jahren widmen sich die engagierten Musiker des Sinfonieorchesters Wuppertal verstärkt der jungen Generation von Konzertbesuchern, um diese auf spielerische Art an die klassische Musik heranzuführen. Neben Schul- und Kindergarten-Konzerten präsentiert sich das Ensemble besonders in Familienkonzerten als Orchester »zum Anfassen«. Auch Solisten der Sinfoniekonzerte werden in Schulbesuchen präsentiert und geben Einblick in ihre Arbeit und ihr Leben als Bühnenkünstler. In Lehrer-Workshops sowie bei Schulbesuchen in Kammerbesetzung werden Schüler und Lehrer auf Konzertbesuche vorbereitet. Musikpädagogisch gestaltete Kinderbetreuung bei ausgewählten Sinfoniekonzerten, Schulpatenschaften und Schulkonzert-Projekte, in denen Profis und Nachwuchsmusiker gemeinsam proben und ein Konzert aufführen, runden das umfangreiche Angebot ab. Bei den Aufführungen von ›Bolero‹ (2007), ›Carmen‹ (2008) und ›West Side Story‹ (2011) sprang der Funke nicht nur innerhalb des Orchesters über. 2013 fand erstmals in der Orchestergeschichte unter der Leitung von Toshiyuki Kamioka ein gemeinsames Konzert der Musiker mit Abonnenten statt. Seite an Seite erarbeiteten die Profis mit rund 50 Abonnenten Modest Mussorgskis ›Bilder einer Ausstellung‹. 

Schon seit vielen Jahren geht das Sinfonieorchester Partnerschaften mit verschiedenen Wuppertaler Schulen ein. Zwei Jahre bestand die Partnerschaft des Sinfonieorchesters Wuppertal mit der LVR-Förderschule Wuppertal und der Schule am Nordpark. Gemeinsam mit den Orchestermusikern erschlossen sich die Schülerinnen und Schüler mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung durch vielfältige Musikstücke, tänzerische Choreographien sowie Theater- und Schattenspiele das Thema ›Sommernachtsträume‹. Höhepunkt der Probenarbeit von Profis und Nachwuchstalenten: Die gemeinsame Aufführung vor Publikum am 3. Juni 2015 im Großen Saal der Historischen Stadthalle Wuppertal unter der Leitung von Toshiyuki Kamioka.

 

 

Stadtmarketingpreis 2013

Das Sinfonieorchester wurde 2013 mit dem Wuppertaler Wirtschaftspreis in der Kategorie ›Stadtmarketing‹ ausgezeichnet. In der Begründung heißt es u. a.:

»Gerade mit seinen Gastauftritten zählt das Sinfonieorchester zu den bedeutendsten Botschaftern der Stadt, was die Jury bewog, ihm den Stadtmarketingpreis 2013 zu verleihen. Dabei wird ebenso anerkannt, dass sich das Sinfonieorchester Wuppertal mit seinem Education-Programm intensiv der jungen Generation widmet. (...) Auch damit schenken die gegenwärtig 88 Musiker des Sinfonieorchesters ihrer Stadt ein Aushängeschild mit Vorbildcharakter.«

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